Ablauf

Wie ein Anruf mit Emma zustande kommt.

Drei Phasen: vor dem ersten Anruf, während des Gesprächs und nach dem Anruf. Bewusst langsam, transparent und mit der Möglichkeit, jederzeit Nein zu sagen.

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Bevor Emma zum ersten Mal anruft.

Niemand wird ungefragt angerufen. Wir setzen uns zuerst persönlich mit Angehörigen und mit der Senior:in zusammen, bevor irgendetwas startet.

  1. Angehörige meldet sich

    Eintrag auf die Warteliste auf der Startseite. Wir antworten persönlich — keine automatische Freischaltung.

  2. Gespräch mit der Senior:in

    Bevor Emma anruft, sprechen wir mit der Person selbst. Ohne Druck, mit klarer KI-Offenlegung und der Möglichkeit, jederzeit Nein zu sagen.

  3. Einwilligung in einfacher Sprache

    Datenschutz, Speicherfristen und Widerruf sind in einfacher Sprache erklärt. Erst nach ausdrücklicher Zustimmung beginnen die Anrufe.

  4. Zeitplan abstimmen

    Tageszeit, Frequenz und maximale Dauer eines Anrufs werden gemeinsam festgelegt. Standardmäßig kurze Gespräche, kein Ausquetschen.

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Was während des Gesprächs passiert.

Emma stellt sich am Anfang als KI vor, fragt ruhig nach Wohlbefinden und Tagesform und respektiert, wenn jemand heute nicht reden möchte. Kein Verhör, keine Diagnose.

  1. Klare KI-Offenlegung

    „Hallo, hier ist Emma, die digitale Gesprächsbegleitung. Ich bin eine KI." Wird auf Nachfrage transparent wiederholt.

  2. Kurzer Wohlbefindens-Check

    Fragen zu Befinden, Essen, Trinken, Tagesplan. Bewusst kurz, mit Pausen, ohne medizinische Bewertung.

  3. Notruf-Grenze deutlich benannt

    Bei Hinweisen auf akute Gefahr verweist Emma sofort auf die 112 oder eine Vertrauensperson. Emma ersetzt keinen Notruf.

  4. Ablehnung wird respektiert

    „Heute nicht" beendet das Gespräch ohne Druck und ohne weitere Fragen. Niemand wird festgehalten.

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Was nach dem Anruf passiert.

Emma fasst das Gespräch in einer kurzen Notiz zusammen. Sensible Hinweise gehen an festgelegte Kontaktpersonen, nicht an die Allgemeinheit.

  1. Zusammenfassung für berechtigte Personen

    Nur freigegebene Angehörige bzw. Caregiver sehen eine knappe, sachliche Zusammenfassung — ohne medizinische Aussage.

  2. Hinweis bei Auffälligkeiten

    Wenn etwas auffällt (Einsamkeit, Schwäche, ausdrücklicher Kontaktwunsch), bekommt die Kontaktperson einen klar markierten Hinweis.

  3. Transkripte nur mit Einwilligung

    Audio wird nicht dauerhaft gespeichert. Ein Wortprotokoll wird nur angelegt, wenn die angerufene Person ausdrücklich zugestimmt hat.

  4. Stopp jederzeit möglich

    Ein Anruf bei uns oder eine kurze Mail reicht — Emma ruft nicht mehr an. Kein Vertrag, keine Kündigungsfrist.

Wichtig: Was Emma nicht übernimmt.

Emma ist kein Hausnotruf und keine medizinische Versorgung. Bei akuten Notfällen bleibt der Rettungsdienst (112) oder der bestehende Hausnotrufdienst zuständig.

Emma stellt keine Diagnosen, erkennt keine Erkrankungen und ersetzt nicht die Familie. Sie ergänzt die Lücken zwischen Besuchen — nicht mehr und nicht weniger.

Klingt das nach dem, was Sie suchen?

Tragen Sie sich auf die Warteliste ein — wir melden uns persönlich und besprechen, ob Emma im konkreten Fall passt.

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