„Guten Morgen, Helga. Wie haben Sie geschlafen?"
Pilotprogramm · Telefonische Check-ins
Emma ruft an
Eine Stimme, die regelmäßig nachfragt.
Regelmäßige Anrufe für Menschen, die alleine leben. Transparent als KI, ohne App, ohne neues Gerät und ohne medizinische Bewertung.
Kein Notruf. Keine Pflegeleistung. Jeder Anruf beginnt mit klarer KI-Offenlegung.
Pilot · Check-ins gegen soziale Isolation
Eine Stimme,
die regelmäßig
nachfragt.
Ein transparenter KI-Telefonservice für Menschen, die alleine leben. Ohne Smartphone, ohne App, ohne neues Gerät.
Warum es Emma gibt
Millionen Menschen werden im Alter leise.
Was fehlt, ist oft kein Gerät — sondern jemand, der nachfragt.
Die Weltgesundheitsorganisation ordnet soziale Verbindung als gesellschaftliche und gesundheitspolitische Frage ein. Emma ist kein Heilmittel und kein medizinischer Dienst — sie schafft regelmäßige Kontaktpunkte, bevor jemand aus dem Blick gerät.
Was die Zahlen sagen
Ein stilles Problem
im eigenen Land.
Aus deutschen und internationalen Erhebungen — Stand der aktuellsten verfügbaren Daten.
Menschen ab 65 Jahren leben in Deutschland alleine in einem Haushalt.
Mikrozensus, 2022
der Frauen ab 80 Jahren in Deutschland leben alleine — bei Männern rund ein Viertel.
Mikrozensus, 2022
mit dieser Risikoordnung wurde soziale Isolation in einer viel zitierten Meta-Analyse verglichen.
PLOS Medicine, 2010
der Menschen in der zweiten Lebenshälfte fühlten sich 2020 einsam — deutlich mehr als 2017.
DZA-Aktuell, 2020
Was die Forschung sagt
Wir bauen Emma auf
belastbarem Wissen.
Drei Erkenntnisse aus der internationalen Forschung — Quellen, die in Pflegewissenschaft, Medizin und Sozialpolitik diskutiert werden.
Einsamkeit wird als Gesundheitsrisiko diskutiert.
Die Weltgesundheitsorganisation hat 2023 eine Commission on Social Connection eingerichtet — unter Mitvorsitz von US-Surgeon-General Vivek Murthy. Einsamkeit wird darin als drängende globale Gesundheitsfrage eingeordnet. Emma leitet daraus keine Diagnose ab, sondern nimmt diesen Forschungsstand als Anlass für freiwillige, transparente Kontaktpunkte.
Soziale Isolation ist mit höheren Risiken verbunden.
Die viel zitierte Meta-Analyse von Holt-Lunstad und Kolleg:innen fasste 148 Studien mit über 300.000 Teilnehmenden zusammen. Die Arbeit wird häufig herangezogen, um zu zeigen, dass soziale Verbindung kein Randthema ist. Emma verspricht daraus keine medizinische Wirkung, sondern begrenzt sich auf Alltagskontakt und Hinweise an Menschen.
erweitert in Perspectives on Psychological Science, 2015
Einsamkeit nahm zeitweise deutlich zu.
Der Deutsche Alterssurvey dokumentierte: Der Anteil einsamer Menschen in der zweiten Lebenshälfte stieg von rund 14 Prozent (2017) auf etwa 28 Prozent während der Pandemie. Auch nach dem Lockdown verbleibt das Niveau über dem der Vor-Pandemie-Zeit.
Wir öffnen jetzt
Pilot für die ersten 20 Familien.
Frühzugang ohne Vertrag, persönliche Begleitung, gemeinsamer Aufbau. Wir nehmen jede Anmeldung persönlich entgegen.
So funktioniert's
Drei Schritte. Kein neues Gerät.
Emma nutzt das Telefon, das schon da ist. Anmeldung in fünf Minuten, danach läuft alles im Hintergrund — auch ohne technisches Wissen.
Sie melden Ihre Person an.
Telefonnummer, gewünschte Anrufzeiten und Notfallkontakte. Fünf Minuten am Telefon oder im Browser — keine App, keine Installation.
Emma ruft an.
Zur vereinbarten Zeit. Auf Festnetz oder Handy. Sie stellt sich klar als digitale Begleiterin vor und führt ein ruhiges, natürliches Gespräch.
Sie bleiben informiert.
Kurze Zusammenfassung nach jedem Anruf — per E-Mail oder SMS, soweit die angerufene Person zugestimmt hat. Ein Hinweis kommt nur, wenn etwas zur menschlichen Prüfung auffällt: Stimmung, Sorgen, mehrfach nicht erreichbar.
Worüber Emma spricht
Über das, was den Tag ausmacht.
Emma führt freundliche, kurze Gespräche über das, was wichtig ist — ohne Druck, ohne Fragebogen. Dabei achtet sie auf Hinweise, die sonst vielleicht niemand mitbekommt.
Vertrauen statt Täuschung
Was Emma nicht ist —
und warum das wichtig ist.
Keine Täuschung.
Emma stellt sich vor jedem Gespräch als digitale Begleiterin vor. Sie tut nicht so, als wäre sie ein Mensch, ein Familienmitglied oder eine Freundin.
Kein Notruf.
Bei akuten Notfällen bleiben Rettungsdienst und Hausnotruf zuständig. Emma ergänzt — sie ersetzt keinen 112-Anruf und keine medizinische Versorgung.
Kein Ersatz.
Pflege, Therapie, Familienbesuche und echte Nähe bleiben unersetzlich. Emma soll dort nachfragen, wo niemand sonst regelmäßig anruft.
Wer Emma begleitet
Mit fachlicher Begleitung gebaut.
Wir entwickeln Emma im Austausch mit Pflegewissenschaft, Geriatrie und Sozialarbeit. Der Beirat ist im Aufbau — wir suchen aktuell nach Mitstreiter:innen aus drei Disziplinen.
Pflegewissenschaft
Forschung und Lehre zu Versorgung im Alter, Pflegebedürftigkeit und sozialen Gesundheitsfaktoren.
Beirat im AufbauGeriatrie / Allgemeinmedizin
Klinische Perspektive auf Alltag, Belastung und klare Grenzen — damit Emma nicht als medizinischer Dienst missverstanden wird.
Beirat im AufbauSozialarbeit & Pflegepraxis
Erfahrung aus Pflegediensten, Beratungsstellen oder Wohnenim-Alter — damit Emma die Realität alleinlebender Menschen trifft.
Beirat im AufbauSie kommen aus einer dieser Disziplinen und möchten Emma begleiten? Schreiben Sie an beirat@emma-ruft-an.de.
Häufige Fragen
Was Familien uns am häufigsten fragen.
Wer hört das Gespräch ab?
Niemand hört live mit. Das Gespräch wird in Echtzeit verarbeitet — der Audio-Stream wird nicht dauerhaft gespeichert. Ein Transkript wird nur gespeichert, wenn die angerufene Person ausdrücklich zugestimmt hat. Zusammenfassungen werden nur den festgelegten Kontaktpersonen angezeigt.
Mitarbeitende sehen Gesprächsinhalte nur, soweit dies für Support, Fehlerklärung oder freigegebene Qualitätssicherung erforderlich ist. Details in der Datenschutzerklärung.
Was passiert im Notfall?
Emma ist kein Notruf. In akuten Notfällen bleiben Rettungsdienst (112) und Hausnotruf zuständig.
Wenn im Gespräch konkrete Hinweise zur menschlichen Prüfung auftreten (z. B. starke Schmerzen, Sturzerwähnung oder Aussagen, die auf eine akute Krise hindeuten) oder wenn die Person wiederholt nicht erreichbar ist, informieren wir die festgelegten Kontaktpersonen — nicht den Rettungsdienst direkt.
Wann werden Angehörige benachrichtigt?
Die Eskalationsschwellen werden bei der Anmeldung gemeinsam festgelegt. Standardmäßig können wir informieren bei:
- zweimaliger Nicht-Erreichbarkeit innerhalb von 48 Stunden;
- konkreten Hinweisen im Gespräch, bei denen ein Mensch nachsehen sollte (z. B. Sturzerwähnung, starke Schmerzen, Schwindel);
- besorgniserregenden Aussagen über das Wohlbefinden;
- deutlichen Veränderungen im Gesprächsverhalten über mehrere Anrufe.
Sie bekommen keine Benachrichtigung für jede Kleinigkeit — nur, wenn etwas wirklich auffällt.
Was kostet Emma?
Während des Pilots ist Emma kostenlos. Wir bitten im Gegenzug um regelmäßiges Feedback, damit wir Emma gemeinsam besser machen.
Geplant nach dem Pilot: einfache Monatspakete für Familien. Der Endpreis steht noch nicht fest. Es findet kein automatischer Übergang in einen kostenpflichtigen Tarif statt — wir fragen vorher.
Funktioniert Emma auch ohne Internet?
Ja. Die angerufene Person braucht nur ein normales Telefon — Festnetz oder Handy. Kein Smartphone, keine App, kein WLAN.
Internet braucht nur die Familie, um die Zusammenfassungen zu lesen (E-Mail oder SMS).
Was speichert Emma genau?
Audio: wird nur im Arbeitsspeicher verarbeitet und anschließend gelöscht — nicht dauerhaft gespeichert.
Transkript: wird nur gespeichert, wenn die angerufene Person ausdrücklich zugestimmt hat. Im Pilot ist die Speicherung kurz begrenzt; auf Wunsch löschen wir alles unverzüglich.
Weitergabe an KI-Trainingsdaten: findet nicht statt.
Kann ich Emma jederzeit kündigen?
Ja, jederzeit ohne Frist und ohne Angabe von Gründen. Eine kurze E-Mail an hallo@emma-ruft-an.de oder ein Anruf reicht. Mit Kündigung enden alle weiteren Anrufe; gespeicherte Daten werden gelöscht.
Wie merkt die angerufene Person, dass es kein Mensch ist?
Emma stellt sich zu Beginn jedes Gesprächs ausdrücklich als digitale Begleiterin vor. Es findet keine Verschleierung statt.
Vor dem ersten Anruf empfehlen wir ein gemeinsames Gespräch mit der angemeldeten Person, damit klar ist: „Da ruft jetzt regelmäßig jemand an — eine Stimme am Computer, die mit Dir spricht und Familie informiert, wenn etwas ist."
Pilot · Frühjahr
Wir suchen die ersten 20 Pilotfamilien.
Tragen Sie sich auf die Warteliste ein. Wir melden uns persönlich mit den nächsten Schritten — und einer offenen Anrufzeit.
Lieber telefonisch? — Mo–Fr, 9–18 Uhr.
Vielen Dank.
Wir melden uns persönlich, sobald wir den nächsten Pilotplatz öffnen.