Pilotprogramm · Telefonische Check-ins

Emma ruft an

Eine Stimme, die regelmäßig nachfragt.

Regelmäßige Anrufe für Menschen, die alleine leben. Transparent als KI, ohne App, ohne neues Gerät und ohne medizinische Bewertung.

Kein Notruf. Keine Pflegeleistung. Jeder Anruf beginnt mit klarer KI-Offenlegung.

Warum es Emma gibt

Warum es Emma gibt

Millionen Menschen werden im Alter leise.
Was fehlt, ist oft kein Gerät — sondern jemand, der nachfragt.

Die Welt­gesundheits­organisation ordnet soziale Verbindung als gesellschaftliche und gesundheitspolitische Frage ein. Emma ist kein Heilmittel und kein medizinischer Dienst — sie schafft regelmäßige Kontaktpunkte, bevor jemand aus dem Blick gerät.

Was die Zahlen sagen

Ein stilles Problem
im eigenen Land.

Aus deutschen und internationalen Erhebungen — Stand der aktuellsten verfügbaren Daten.

5,9 Mio.

Menschen ab 65 Jahren leben in Deutschland alleine in einem Haushalt.

Statistisches Bundesamt
Mikrozensus, 2022
56 %

der Frauen ab 80 Jahren in Deutschland leben alleine — bei Männern rund ein Viertel.

Statistisches Bundesamt
Mikrozensus, 2022
15 Zig./Tag

mit dieser Risikoordnung wurde soziale Isolation in einer viel zitierten Meta-Analyse verglichen.

Holt-Lunstad et al.
PLOS Medicine, 2010
~ 28 %

der Menschen in der zweiten Lebenshälfte fühlten sich 2020 einsam — deutlich mehr als 2017.

Deutscher Alterssurvey (DEAS)
DZA-Aktuell, 2020

Was die Forschung sagt

Wir bauen Emma auf
belastbarem Wissen.

Drei Erkenntnisse aus der internationalen Forschung — Quellen, die in Pflegewissenschaft, Medizin und Sozialpolitik diskutiert werden.

01

Einsamkeit wird als Gesundheitsrisiko diskutiert.

Die Welt­gesundheits­organisation hat 2023 eine Commission on Social Connection eingerichtet — unter Mit­vorsitz von US-Surgeon-General Vivek Murthy. Einsamkeit wird darin als drängende globale Gesundheits­frage eingeordnet. Emma leitet daraus keine Diagnose ab, sondern nimmt diesen Forschungsstand als Anlass für freiwillige, transparente Kontaktpunkte.

02

Soziale Isolation ist mit höheren Risiken verbunden.

Die viel zitierte Meta-Analyse von Holt-Lunstad und Kolleg:innen fasste 148 Studien mit über 300.000 Teilnehmenden zusammen. Die Arbeit wird häufig herangezogen, um zu zeigen, dass soziale Verbindung kein Randthema ist. Emma verspricht daraus keine medizinische Wirkung, sondern begrenzt sich auf Alltagskontakt und Hinweise an Menschen.

— Holt-Lunstad, Smith & Layton, PLOS Medicine, 2010
erweitert in Perspectives on Psychological Science, 2015
03

Einsamkeit nahm zeitweise deutlich zu.

Der Deutsche Alterssurvey dokumentierte: Der Anteil einsamer Menschen in der zweiten Lebenshälfte stieg von rund 14 Prozent (2017) auf etwa 28 Prozent während der Pandemie. Auch nach dem Lockdown verbleibt das Niveau über dem der Vor-Pandemie-Zeit.

Wir öffnen jetzt

Pilot für die ersten 20 Familien.

Frühzugang ohne Vertrag, persönliche Begleitung, gemeinsamer Aufbau. Wir nehmen jede Anmeldung persönlich entgegen.

So funktioniert's

Drei Schritte. Kein neues Gerät.

Emma nutzt das Telefon, das schon da ist. Anmeldung in fünf Minuten, danach läuft alles im Hintergrund — auch ohne technisches Wissen.

Sie melden Ihre Person an.

Telefonnummer, gewünschte Anrufzeiten und Notfallkontakte. Fünf Minuten am Telefon oder im Browser — keine App, keine Installation.

≈ 5 Minuten

Emma ruft an.

Zur vereinbarten Zeit. Auf Festnetz oder Handy. Sie stellt sich klar als digitale Begleiterin vor und führt ein ruhiges, natürliches Gespräch.

5–10 Minuten Gespräch

Sie bleiben informiert.

Kurze Zusammenfassung nach jedem Anruf — per E-Mail oder SMS, soweit die angerufene Person zugestimmt hat. Ein Hinweis kommt nur, wenn etwas zur menschlichen Prüfung auffällt: Stimmung, Sorgen, mehrfach nicht erreichbar.

Innerhalb weniger Minuten

Worüber Emma spricht

Über das, was den Tag ausmacht.

Emma führt freundliche, kurze Gespräche über das, was wichtig ist — ohne Druck, ohne Fragebogen. Dabei achtet sie auf Hinweise, die sonst vielleicht niemand mitbekommt.

Stimmung Schlaf Mahlzeiten Termine Bewegung Erinnerungen Familie Alltag Sorgen

Vertrauen statt Täuschung

Was Emma nicht ist —
und warum das wichtig ist.

Keine Täuschung.

Emma stellt sich vor jedem Gespräch als digitale Begleiterin vor. Sie tut nicht so, als wäre sie ein Mensch, ein Familienmitglied oder eine Freundin.

Kein Notruf.

Bei akuten Notfällen bleiben Rettungsdienst und Hausnotruf zuständig. Emma ergänzt — sie ersetzt keinen 112-Anruf und keine medizinische Versorgung.

Kein Ersatz.

Pflege, Therapie, Familienbesuche und echte Nähe bleiben unersetzlich. Emma soll dort nachfragen, wo niemand sonst regelmäßig anruft.

Hosting in Deutschland, Server in Nürnberg DSGVO-orientiert Audio nicht dauerhaft gespeichert Jederzeit kündbar

Wer Emma begleitet

Mit fachlicher Begleitung gebaut.

Wir entwickeln Emma im Austausch mit Pflege­wissenschaft, Geriatrie und Sozialarbeit. Der Beirat ist im Aufbau — wir suchen aktuell nach Mitstreiter:innen aus drei Disziplinen.

Pflege­wissenschaft

Forschung und Lehre zu Versorgung im Alter, Pflege­bedürftigkeit und sozialen Gesundheits­faktoren.

Beirat im Aufbau

Geriatrie / Allgemein­medizin

Klinische Perspektive auf Alltag, Belastung und klare Grenzen — damit Emma nicht als medizinischer Dienst missverstanden wird.

Beirat im Aufbau

Sozial­arbeit & Pflege­praxis

Erfahrung aus Pflege­diensten, Beratungs­stellen oder Wohnen­im-Alter — damit Emma die Realität alleinlebender Menschen trifft.

Beirat im Aufbau

Sie kommen aus einer dieser Disziplinen und möchten Emma begleiten? Schreiben Sie an beirat@emma-ruft-an.de.

Auch für Träger und Anbieter

Emma als Zusatzkontakt für Pflege, Kommunen und Wohnungsbau.

Für Pflegedienste, Hausnotrufanbieter, Kommunen, Wohnungsbau und Wissenschaft gibt es eine eigene Seite mit den Rollen, dem Eskalationspfad und der DSGVO-Architektur — ohne Vertrag, ohne Verkaufsdruck.

Für Partner ansehen

Häufige Fragen

Was Familien uns am häufigsten fragen.

Wer hört das Gespräch ab?

Niemand hört live mit. Das Gespräch wird in Echtzeit verarbeitet — der Audio-Stream wird nicht dauerhaft gespeichert. Ein Transkript wird nur gespeichert, wenn die angerufene Person ausdrücklich zugestimmt hat. Zusammenfassungen werden nur den festgelegten Kontaktpersonen angezeigt.

Mitarbeitende sehen Gesprächsinhalte nur, soweit dies für Support, Fehlerklärung oder freigegebene Qualitätssicherung erforderlich ist. Details in der Datenschutz­erklärung.

Was passiert im Notfall?

Emma ist kein Notruf. In akuten Notfällen bleiben Rettungs­dienst (112) und Hausnotruf zuständig.

Wenn im Gespräch konkrete Hinweise zur menschlichen Prüfung auftreten (z. B. starke Schmerzen, Sturz­erwähnung oder Aussagen, die auf eine akute Krise hindeuten) oder wenn die Person wiederholt nicht erreichbar ist, informieren wir die festgelegten Kontaktpersonen — nicht den Rettungs­dienst direkt.

Wann werden Angehörige benachrichtigt?

Die Eskalations­schwellen werden bei der Anmeldung gemeinsam festgelegt. Standard­mäßig können wir informieren bei:

  • zweimaliger Nicht-Erreich­barkeit innerhalb von 48 Stunden;
  • konkreten Hinweisen im Gespräch, bei denen ein Mensch nachsehen sollte (z. B. Sturz­erwähnung, starke Schmerzen, Schwindel);
  • besorgnis­erregenden Aussagen über das Wohlbefinden;
  • deutlichen Veränderungen im Gesprächs­verhalten über mehrere Anrufe.

Sie bekommen keine Benachrichtigung für jede Kleinigkeit — nur, wenn etwas wirklich auffällt.

Was kostet Emma?

Während des Pilots ist Emma kostenlos. Wir bitten im Gegenzug um regelmäßiges Feedback, damit wir Emma gemeinsam besser machen.

Geplant nach dem Pilot: einfache Monatspakete für Familien. Der Endpreis steht noch nicht fest. Es findet kein automatischer Übergang in einen kostenpflichtigen Tarif statt — wir fragen vorher.

Funktioniert Emma auch ohne Internet?

Ja. Die angerufene Person braucht nur ein normales Telefon — Festnetz oder Handy. Kein Smartphone, keine App, kein WLAN.

Internet braucht nur die Familie, um die Zusammen­fassungen zu lesen (E-Mail oder SMS).

Was speichert Emma genau?

Audio: wird nur im Arbeits­speicher verarbeitet und anschließend gelöscht — nicht dauerhaft gespeichert.

Transkript: wird nur gespeichert, wenn die angerufene Person ausdrücklich zugestimmt hat. Im Pilot ist die Speicherung kurz begrenzt; auf Wunsch löschen wir alles unverzüglich.

Weitergabe an KI-Trainings­daten: findet nicht statt.

Kann ich Emma jederzeit kündigen?

Ja, jederzeit ohne Frist und ohne Angabe von Gründen. Eine kurze E-Mail an hallo@emma-ruft-an.de oder ein Anruf reicht. Mit Kündigung enden alle weiteren Anrufe; gespeicherte Daten werden gelöscht.

Wie merkt die angerufene Person, dass es kein Mensch ist?

Emma stellt sich zu Beginn jedes Gesprächs ausdrücklich als digitale Begleiterin vor. Es findet keine Verschleierung statt.

Vor dem ersten Anruf empfehlen wir ein gemeinsames Gespräch mit der angemeldeten Person, damit klar ist: „Da ruft jetzt regelmäßig jemand an — eine Stimme am Computer, die mit Dir spricht und Familie informiert, wenn etwas ist."

Pilot · Frühjahr

Wir suchen die ersten 20 Pilotfamilien.

Tragen Sie sich auf die Warteliste ein. Wir melden uns persönlich mit den nächsten Schritten — und einer offenen Anrufzeit.

Bitte Namen angeben.
Bitte gültige E-Mail eingeben.
Bitte eine Rolle auswählen.

Vielen Dank.

Wir melden uns persönlich, sobald wir den nächsten Pilotplatz öffnen.